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Geheimnisvolle
Steine ziehen die Menschen an
Die
Schalensteine geben viele Rätsel auf -Am Ende einer Exkursion mehr Fragen
als Antworten
HornberglGremmelsbach
(nv) So erforscht, wie die.Heimat auch sein mag — es gibt immer wieder
Dinge, an denen sich Forscher und Wissenschaftler die Zähne ausbeißen.
Dinge, die sich einfach einer Erklärung entziehen. Am Beispiel der Schalensteine
wird das deutlich.
Einem
merkwürdigen, bisher wissenschaftlich ungeklärten Phänomen ging am Samstag,
1. Juli, im Rahmen des Fördervereins Stadtmuseum Homberg — Verein für
Heimatgeschichte eine Gruppe von geschichtlich interessierten Heimatfreunden
aus Hornberg und aus dem Kinzigtal — unter ihnen auch Doris Schreger-Benz,
die darüber vor kurzem in Hornberg einen Lichtbildervortrag gehalten
hatte —‚ und der Vorsitzende des archäologischen Arbeitskreises des
Historischen Vereins für Mittelbaden, Rolf Pfefferle, nach den an und
auf Felsen befindlichen Schalen.
Gemeinsam
ist ihnen, dass sie auf Felsen vorkommen, von denen man eine weite Sicht
hat, zum Beispiel auf den Felsen am Hauberg. Wo diese weite Sicht nicht
gegeben ist, fehlen die Schalen.
Teilweise
ähneln die Gebilde SesseIn, teilweise sind es Becken, in denen sich
Regenwasser sammelt. Diese sind alle kreisrund wie mit dem Zirkel gezogen
und mit einer Art Abfluss versehen. Auf manchen Felsen kommen mehrere
vor. Eine Häufung dieser Steine ist auf der Gersbachhöhe, auf dem Rappenfelsen
und im Wald zwischen Uhrenbühl und Rus zu finden. Selbst auf in Wiesen
einzeln heraus schauenden Felsen sind solche „Löcher“.
Mit
welchen Kräften ein Steinriese mit einem menhirartigen Fels daneben
an diese Stelle gewuchtet wurde, überstieg die Phantasie der Betrachter.
Über
die Bedeutung, den Zweck und das Alter gibt es keine wissenschaftlich
gesicherten Erkenntnisse. Eine Meinung geht dahin, dass es irgendwelche
Auswaschungen, Abschleifungen, Verwitterungen aus einem früheren Erdzeitalter
sein könnten.
Den
Teilnehmern der Exkursion wollte nicht einleuchten, dass eine solche
Häufung des gleichen Phänomens auf engem Raum — dazu mit solcher Ahnlichkeit
— von der Natur geschaffen sein könnte. Zumal die Richtung mancher mit
dem Sonnenstand zur Zeit der Sommersonnenwende in Beziehung zu bringen
ist. In Frage kommt ein Zeitraum von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter.
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